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20 Februar 2019

BMJ-Arbeitsgruppe übernimmt ISG-Evaluationsempfehlung  offenbar nicht.

Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe zur Strukturreform im Betreuungswesen beim Bundesministerium der Justiz will offenbar weder die gesetzliche Regelung eines monatlichen Besuchskontaktes noch die einer Obergrenze für die einem Berufsbetreuer übertragbare Zahl der Fälle empfehlen. Dies verlautete aus Kreisen der Arbeitsgruppenmitglieder nach der zweiten Sitzung des Gremiums am 22. Februar.

Fotolia_beruf3Änderung der Berufsbezeichnung als übergeordneter Begriff mit neuem Selbstverständnis für Berufsbetreuer.

Im Sprachgebrauch der Berufsbetreuer und der Behörden hört man zunehmend die Berufsbezeichnung „Freier Betreuer“. Grundidee ist, die Verwendung des übergeordneten Begriffes „frei“ anstatt des Begriffes „freiberuflich“. Synonyme des Begriffes „frei“ sind „selbstverantwortlich“, „ungebunden“, „unabhängig“, „selbstständig“ aber auch das ursprüngliche „freiberuflich“.
Die neu geprägte Berufsbezeichnung ist eine sachlich richtige, das berufliche Selbstverständnis der rechtlichen Betreuer prägende, starke Formulierung als Alternative zum Begriff Freiberuflichkeit. Viele Berufsbetreuer äußern, dass sie die daraus resultierenden Berufsbezeichnungen „Freier rechtlicher Betreuer“ und „Freier Berufsbetreuer“ auch emotional gut annehmen können.