9 Dezember 2018

Vergütungspolitische Forderungen des Kasseler Forums für Berufs- und Vereinsbetreuer

Die im Kasseler Forum vertretenen Verbände der Berufsbetreuer und der Betreuungsvereine sowie der Betreuungsgerichtsgericht fordern von den Justizministern einen Stundensatz von mindestens 54 € in der höchsten Stufe. Die Zeitpauschalen (Stundenansätze) sollen auf monatsdurchschnittlich mindestens 5 Stunden angehoben werden; bisher werden durchschnittlich 3,2 Stunden abgerechnet.

Berufsbetreuer könnten im Rahmen der überholten Mischkalkulation ihre Aufgaben nur noch durch Selbstausbeutung erfüllen, Betreuungsvereine seien in ihrer Existenz akut gefährdet.

Nach der seit 10 Jahren überfälligen Anpassung der Vergütungen an die Preissteigerungen und einer regelmäßigen Dynamisierung müsse das Vergütungssystem so reformiert werden, dass es Anreize für eine hohe Qualität der Betreuertätigkeit bietet. Nach gesetzlich einheitlichen Zugangsvoraussetzungen zum Betreuerberuf müsse es einen einheitlichen Stundensatz und Bestandsschutz für die bereits tätigen Berufsbetreuer, heißt es im Positionspapier des Kasseler Forums.

Für eine verbindliche öffentliche Förderung der Querschnittstätigkeit der Betreuungsvereine weisen die Verbände den Ländern die Verantwortung zu. Während für die Vergütung nach dem VBVG der Bundesgesetzgeber zuständig ist, müssen die Länder bei der Vereinsförderung selbst die Entscheidungen treffen.