16 Dezember 2018

Betreuungsvereine wegen Tariferhöhungen in Insolvenzgefahr

„Wir können mit der Erhöhung der Stundensätze nicht mehr auf das im August 2017 erwartete Ergebnis der Qualitätsuntersuchung des Bundesjustizministeriums warten“, erklären die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und die BUKO, die Interessenvertretungen der Betreuungsvereine gegenüber den Justiz- und Sozialministerien der Länder.

Diese Forderung unterstützen nun auch die anderen Verbände des Betreuungswesen, darunter auch der BVfB.

Die Verbände verweisen auf die Preissteigerungen seit der letzten Vergütungsanpassung im Jahr 2005 und die Gehaltssteigerungen in den Tarifsystemen, die die Mitarbeitenden der Betreuungsvereine betreffen. Diese Kostensteigerungen könnten durch die zusätzliche Übernahme weiterer Betreuungsfälle nicht mehr aufgefangen werden.

BUKO und BAGFW fordern allerdings nur einen Inflationsausgleich bis zum Jahr 2015 und kommen so auf eine Erhöhung auf 52 € in der höchsten Vergütungsstufe. Beim Inkrafttreten im Jahr 2017 wäre ein Inflationsausgleich erst mit einer Erhöhung auf 54 € erreichbar.

Vertreter des Bundesjustizministeriums haben mehrfach erklärt, dass eine Vergütungserhöhung nur für Betreuungsvereine nicht in Betracht kommt.