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Keine weiteren ausdrücklichen Pflichten für Betreuer im Genehmigungsverfahren

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Das Gesetz zur Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme, über dessen letzte Entwurfsfassung der Bundestag heute in letzter Lesung abstimmt, enthält gegenüber der ursprünglichen Entwurfsfassung (Bt-Drs. 17/11513 ) einige Erweiterungen, die auf Betreiben der Regierungsfraktionen aufgenommen wurden (Ausschussdrucksache 17(6)230)

Christina-Maria Leeb ist Verfahrenspflegerin und -beiständin, tätig vorwiegend im AG-Bezirk Deggendorf
Martin Weber ist Rechtsreferendar im OLG-Bezirk München

Zwei Entscheidungen des Bundesgerichtshofes vom Juni 2012, die wiederum auf zwei Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 2011 verweisen, machten die Änderung des § 1906 BGB, sowie der damit zusammenhängenden verfahrensrechtlichen Vorschriften der §§ 312 ff. FamFG, nötig, die voraussichtlich Anfang 2013 in Kraft treten werden.

Beitrag zur Neuregelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in ärztliche Zwangsmaßnahmen in der Zeitschrift für Betreuungs- und Sozialrecht

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Zwei Entscheidungen des Bundesgerichtshofes vom Juni 2012, die wiederum auf zwei Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 2011 verweisen, machten die Änderung des § 1906 BGB, sowie der damit zusammenhängenden verfahrensrechtlichen Vorschriften der §§ 312 ff. FamFG, nötig, die voraussichtlich in den nächsten Wochen in Kraft treten werden.

Beschwerdegericht stoppt Betreuungsrichterwillkür

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Ein Berufsbetreuer hat seinen Betreuten monatlich zu besuchen und wenn dies nicht geschieht, erfolgt ohne Vorwarnung die Entlassung. Dieser an Rechtsbeugung grenzenden Praxis des Betreuungsrichters des Amtsgerichts Schwabach dürfte das Landgericht Nürnberg-Fürth mit seinem aufhebenden Beschluss vom 19. November 2012 (13 T 7478/12) ein vorläufiges Ende gesetzt haben.  

Die konkrete Festlegung von Besuchshäufigkeiten sei wünschenswert, finde aber weder im Wortlaut noch der Zweckbestimmung der §§ 1908b, 1908i, 1840 BGB einen Rückhalt, so die Beschwerderichter. Auf die für die Vormundschaft geltende Regelung des § 1793 BGB (wonach der Vormund den Mündel "in der Regel" einmal im Monat in dessen üblicher Umgebung aufzusuchen hat, es sei denn, im Einzelfall sind kürzere oder längere Besuchsabstände geboten) verweise § 1908i I BGB gerade nicht, die bereits das LG Hamburg in seinem Beschluss vom 30.06.2011 (301 T 559/07) festgestellt hatte.

BGH: Keine 3-Tages-Zugangsfiktion bei tatsächlich früherem Zugang

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Weil Bezirksrevisoren sich für jeden einzelnen Euro in den Justizkassen verantwortlich fühlen, müssen die Instanzen der Betreuungsgerichte auch Details des Vergütungsrechts höchste Aufmerksamkeit widmen. So entschied der Bundesgerichtshof, dass ein Betreuerbestellungsbeschluss auch schon vor dem Ende der dreitägigen Zugangsfristfiktion zugehen kann (XII ZB 27/12, Beschluss vom  12. September 2012).

LG Kassel: Fürsorgepflicht des Staates gebietet Eingreifen

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Bis zu einer gesetzlichen Neuregelung des § 1906 BGB hält das Landgericht Kassel die Genehmigung einer Zwangsbehandlung eines Betroffenen für zulässig , der mangels fehlender Einsicht eine dringend notwendige ärztliche Maßnahme nicht durchführen lässt und dadurch der unmittelbaren Gefahr ausgesetzt wird, einen irreversiblen schweren gesundheitlichen Schaden zu erleiden oder gar in Todesgefahr zu geraten (LG Kassel, Beschluss vom 24.08.2012, 3 T 432/12). Im entschiedenen Fall lehnte das Beschwerdegericht die Genehmigung jedoch ab, weil beim Betroffenen, der an Anorexia nervosa litt, trotz eines Body-Mass-Indexes von nur noch 17 noch keine Lebensgefahr vorlag. Der Staat habe aus Art. 1 und Art. 2 II 1 GG eine Schutzpflicht und sei zum Eingreifen verpflichtet.

Berufsbetreuer sollten Bestellung mit Rechtsmitteln durchsetzen

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Die Bestellung eines Dauerersatzbetreuers ist zulässig und geboten, wenn dadurch jeweils erneut in Gang zu setzende aufwändige Bestellungsverfahren für einzelne Verhinderungsfälle vermieden werden können. Mit dieser Begründung wies das Landgericht Wuppertal mit Beschluss vom 14. Juni 2012 (6 T 276/12) das Betreuungsgericht an, seine Bedenken hinsichtlich der Bestellung eines Dauerersatzbetreuers zurückzustellen.