16 Dezember 2018

etl_bb_logoFiskus kann Steuerbescheide auch nachträglich ändern

Die Entfernungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte oder auch bei Dienstreisen können oftmals nicht ganz exakt angegeben werden. Sie werden deshalb gerundet. Kein Problem für die Finanzbehörden. Sie beanstanden meistens auch nicht, dass ein kleiner Umweg schneller zum Ziel führt und nicht die kürzeste Entfernung genutzt wird.
Doch wer in der Steuererklärung falsche Wegstrecken angibt und damit zu hohe Werbungskosten geltend macht, hinterzieht Steuern. Daran ändert sich auch nichts, wenn die Angaben in der Steuererklärung zunächst vom Finanzamt akzeptiert wurden. Eine Steuerhinterziehung kann auch später festgestellt werden, denn nicht in jedem Fall verfügt der Finanzbeamte über die entsprechende Ortskenntnis, um die Angaben zu prüfen. Werden die falschen Kilometerangaben später bekannt, darf der Fiskus noch nicht verjährte Steuerbescheide ändern. Es lohnt sich also nicht, zu sehr aufzurunden.