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Medirenta informiert!

Die wesentlichen Auswirkungen der Neunten Verordnung zur Änderung der Bundesbeihilfeverordnung (BBhV)

Mit der Neunten Verordnung zur Änderung der Bundesbeihilfeverordnung sind für Betroffene ab 1.1.2021 einige wesentliche Verbesserungen wirksam geworden. Das sind gute Nachrichten, nicht nur für alle Beihilfeberechtigten und ihre Angehörigen, sondern natürlich auch für Betreuer mit beihilfeberechtigten Klienten.

Worauf müssen Betreuer*innen achten?

Ein Beitrag von Monica Hohn, medirenta

Als Dienstherr verpflichten sich Bund, Länder und Gemeinden, für ihre Beamtinnen und Beamten im Krankheits-, Pflege- und Geburtsfall einen Teil der anfallenden Kosten im Rahmen der gesetzlichen Beihilfe zu erstatten. Auch wenn unter den betreuten Klient*innen auf den ersten Blick prozentual nur wenige Beihilfeberechtigte oder deren ebenfalls berechtigte Angehörige sind, gibt es Sonderfälle, die es zu beachten gilt. Worauf müssen Betreuer*innen dabei achten? Monica Hohn, Geschäftsführerin vom BVfB-Partner und Spezialistin für Beihilfeberatung Medirenta gibt die Antworten.

Erwarten Sie immer wieder Überraschungen bei den Beihilfe- und Krankenkostenabrechnungen für Ihre Klienten?
Als Betreuerin und Betreuer sind Sie beinahe täglich mit einer ganzen Reihe von Formalitäten befasst.
Ganz zu schweigen von den Herausforderungen der aktuellen Lage!

Für Beihilfeberechtigte und Privatversicherte bietet Medirenta den Komplett-Service:
Wir übernehmen für Ihre Klienten alle Vorgänge rund um deren Beihilfe, Kranken- und
Pflegekosten inklusive Zahlungsverkehr – mit gerichtsverwertbarer Abrechnung.

Wann darf für die Beihilfeabrechnung ein externer Dienstleister eingeschaltet werden?

Diese Frage wird seit Jahren in der Betreuerszene kontrovers diskutiert. Die Bandbreite der Stellungnahmen der Gerichte, in der Regel durch deren Rechtspfleger, reicht von Zustimmung: „Das ist doch selbstverständlich, warum fragen Sie überhaupt?“ bis zu rüder Ablehnung mit der Begründung, die Abrechnung (meist verwechselt mit der reinen Antragsstellung) sei ureigenste Aufgabe des Betreuers.

Auch die Auffassung von Prof. Bienwald, ausgeführt in den Rechtspflegerstudienheften (Rpfl.Stud. 2013, Heft 6), gipfelnd in der Formulierung „ … kann für die Abrechnung mit der Beihilfe und/oder der Krankenkasse die Inanspruchnahme eines entsprechenden Dienstleisters unerlässlich sein. … “ findet nicht bei allen Rechtspflegern Zustimmung.

Neu! Gerade erschienen!

Die unentbehrliche Übersicht hilfreicher Anbieter für den Bereich der rechtlichen Betreuung:
Mehrwert – Relevantes für Betreuer
Dieses Kompendium versammelt die relevanten Dienstleister aus den unterschiedlichsten Fachgebieten, von A wie Ausbildung bis V wie Versicherungen. „Die vorliegende Broschüre mit dem zutreffenden Titel „Mehrwert“ stellt eine hervorragende Übersicht dar … “, sagt Diplom-Rechtspfleger Uwe Harm in seinem Vorwort.
Das Kompendium können Sie in jeder Buchhandlung für 5 Euro plus Porto bestellen oder direkt auf www.relevantesfuerbetreuer.de

Entlassmanagement der Kliniken contra rechtliche Betreuung

Seit September 2018 bietet der Bundesverband freier Berufsbetreuer den Service „Whistleblowing“ an. Zuletzt sah sich das Team des Whistleblowing Service vermehrt mit Anfragen konfrontiert, die die Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten der Kliniken betrafen.

Der Hauptteil der Anfragen befasste sich mit der Problematik der Nachversorgung von Betreuten nach einem stationären Aufenthalt. Grundsätzlich ist zu beachten, dass sog. Verträge und Rahmenempfehlungen über die Krankenhausbehandlung zwischen den Landesverbänden der Krankenkassen und der Ersatzkassen mit der Landeskrankenhausgesellschaft bestehen, welche die Art und den Umfang der Krankenhausbehandlung regeln.

In einigen Bundesländern wird inzwischen eine sogenannte pauschale Beihilfe als Alternative zur individuellen Beihilfe für Beamte angeboten. Anstelle einer prozentualen Beteiligung des Dienstgebers an jeder einzelnen Rechnung wird hier ein Beitragszuschuss zur Krankenversicherung gewährt.

Das ist zunächst einmal sehr gut für bereits freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Beamte. Sie zahlen derzeit den gesamten Beitrag selbst, im Gegensatz zu Angestellten, die sich den Krankenversicherungsbeitrag mit Ihrem Arbeitgeber schon immer teilen. Diese Gruppe kann von der pauschalen Beihilfe tatsächlich profitieren, und an Sie ist dieses Angebot auch in erster Linie gerichtet.

Was bedeutet das für privatversicherte Beamte?

Für die meisten privat krankenversicherten Beamten bringt die pauschale Beihilfe große Nachteile. Um den Beitragszuschuss zu bekommen, müssen sie auf die Individualbeihilfe verzichten, also auf die prozentuale Beteiligung des Dienstgebers an den tatsächlichen Krankheitskosten. Sie müssten sich dann also entweder zu 100% in der privaten Krankenversicherung absichern oder in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Diese Entscheidung ist nicht umkehrbar!