14 Dezember 2018

Fachwissen: Modelle der Subjektorientierung und ihre Bedeutung für die Praxis

BildReinhard Lütjen
Bonn 2007
ISBN 978-3-88414-433-6
232 Seiten
19.90 € / 33.50 sFr

Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung sind nicht nur seelisch krank – die meisten gestalten aktiv ihr Leben, mit eigenen Deutungsmustern für ihre individuellen Erfahrungen. Eine Psychose kann so gesehen nicht nur zum Zusammenbruch psychischer Funktionen führen, sondern gleichzeitig auch als subjektiver Lösungs- oder Bewältigungsversuch betrachtet werden.
Mit diesem Verständnis von Krankheit und Gesundheit haben sich zahlreiche Theoretiker beschäftigt und dazu die verschiedensten Modelle entwickelt. In diesem Buch werden die Ansätze von Laing, Ciompi, Mentzos, Wulff und Bock und ihre existenzialistischen, systemtheoretischen, psychoanalytischen, ethnopsychiatrischen und anthropologischen Stränge der Subjektorientierung vorgestellt. Es sind allesamt Theoretiker, die großen Einfluss auf die psychiatrische Praxis hatten oder haben. Ihre Namen verbinden sich z.B. mit dem Ende der Anstalten, der Soteria und den Psychose-Seminaren. Das Buch bietet einen spannenden Überblick über die theoretische Fundierung der Subjektorientierung und dient gleichzeitig als Klärungshilfe für den Alltag: Subjektorientierung kann neue Zugänge schaffen bei Fragen der Rehabilitation, des Wohnens und der Therapie.
Resonanz
Alfred Drees in Sozialpsychiatrische Informationen 1/2008: "Das Buch ist hervorragend und gut lesbar und es ist für praktisch Tätige in der Psychiatrie und für theoretisch Interessierte sehr zu empfehlen."
Zielgruppe: Studenten mit dem Schwerpunkt Psychiatrie, besonders in der Sozialen Arbeit, aber auch in der Psychologie und in der Medizin – interessant auch für alle, die den Konzepten Empowerment und Recovery gegenüber aufgeschlossen sind.
Schlagwörter: Subjekt, Subjektorientierung, Empowerment, Recovery
Mehr zum Titel:
Inhaltsverzeichnis und Einleitung
"Von Subjekt zu Subjekt"