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21 September 2021

NEUESTE MELDUNGEN

Die 3. Impfung gegen Covid 19 steht an

Die 3. Impfung gegen Covid 19 steht an und wird in den Heimeinrichtungen bereits schrittweise umgesetzt. Es taucht erneut das Problem der Einwilligung auf.
Das RKI hat auf unsere Intervention hin die Formulare zur Einwilligung in die Impfung nachgebessert. Im letzten Absatz wird ausdrücklich um Zustimmung bei Personen gebeten, die nicht einwilligungsfähig sind. Das sollte die Diskussion mit den Impfärzten und den Einrichtungen

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Ein Beitrag zum Thema Geschäftsfähigkeit - „Rückwärtsprognose“

Urteil des Oberlandesgerichts Brandenburg, vom 23.07.2020 - 5 U 158/19

I. Vorbemerkung

Nur in Ausnahmefällen wird von den Betreuungsgerichten ein Einwilligungsvorbehalt angeordnet, der es rechtlichen Betreuern ermöglicht, die Wirksamkeit einseitiger Rechtsgeschäfte - wie zum Beispiel den Widerruf eines Kaufvertrages, die Abnahme einer werkvertraglichen Leistung oder die Kündigung

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BGH äußert sich zu den anderen Wohnformen im Sinne des Vergütungsrechts

Die Rechtsprechung der Landgerichte sieht stationäre Wohnformen der Eingliederungshilfe auch als stationäre Einrichtungen im Sinne des Vergütungsrechts an

Beschlüsse des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 05.05.2021 – XII ZB 580/20 und XII ZB 581/20 und
Beschluss des Landgerichts Arnsberg vom 24.06.2021 - 5 T 83/21

Bereits im März hatten wir das Thema Wohnformen im Sinne des 5 Abs. 3 VBVG als Thema des Monats ausgewählt.

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Delegation von Aufgaben an Dritte - Teilerfolg für Medirenta

Urteil des Amtsgerichts Schöneberg vom 06.05.2021 – Az 106 C 292/20

 Das Amtsgericht Schöneberg hat einen Schadensersatzanspruch gegen eine Betreuerin mit dem Aufgabenkreis Vermögenssorge verneint, die einige Monate nach ihrer Bestellung für einen verbeamteten Betreuten die Prüfung und Abrechnung der Beihilfebescheide vom Landesverwaltungsamt und der Leistungen der privaten Krankenversicherung an den

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BETREUUNGSRECHT

Ein Beitrag zum Thema Geschäftsfähigkeit - „Rückwärtsprognose“

Urteil des Oberlandesgerichts Brandenburg, vom 23.07.2020 - 5 U 158/19

I. Vorbemerkung

Nur in Ausnahmefällen wird von den Betreuungsgerichten ein Einwilligungsvorbehalt angeordnet,

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BGH äußert sich zu den anderen Wohnformen im Sinne des Vergütungsrechts

Die Rechtsprechung der Landgerichte sieht stationäre Wohnformen der Eingliederungshilfe auch als stationäre Einrichtungen im Sinne des Vergütungsrechts an

Beschlüsse des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 05.05.2021 – XII ZB 580/20 und XII

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Never ending story - Die Selbstverwaltungserklärung unter Berücksichtigung der Reform des Betreuungsrechts

Beschlüsse der Landgerichte Konstanz vom 04.05.2018 (C 62 T 36), Koblenz vom 04.09.2018 (2 T 553) Göttingen vom 25.06.2019 (5 T 114/19) und Berlin vom 10.01.2013 (87 T 3/13)

In den genannten Entscheidungen setzten sich die

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Persönliche Eignung rechtlicher Betreuer

- Beschlüsse des BGH vom 28.03.2018 (XII ZB - 334/18) und 03.02.2021 (XII ZB 181/20) -

I.
Der BGH hat seine Rechtsprechung zur Eignung rechtlicher Betreuer bekräftigt. Danach setzt die Eignung rechtlicher Betreuer

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Bundesrat stimmt Betreuungs- und Vormundschaftsreformgesetz zu

Der Bundesrat hat am 26. März 2021 der vom Bundestag beschlossenen Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts zugestimmt. Das Gesetz kann jetzt dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet werden.

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Wohnformen nach dem Vormünder- und Betreuervergütungsgesetz

Beschlüsse des Landgerichts Heilbronn vom 15.04.2020 - (Ri 1 T 36/20) und des Landgerichts Karlsruhe vom 16.11.2020 - (11 T 112/20)

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Anpassung der Betreuer- und Vormündervergütung am

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Fragen im Zusammenhang mit Testungen und Impfungen

Pressemitteilung des Betreuungsgerichtstages:

Viele Menschen mit einer Rechtlichen Betreuung oder einem Bevollmächtigten/einer Bevollmächtigten werden aller Voraussicht nach zu den ersten Personen gehören, bei denen eine Impfung

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Außerordentliches Kündigungrecht einer Wohnung

Teilt ein Betreuer dem Vermieter einer verstorbenen Mieterin mit, eine von ihm betreute Person sei alleiniger Erbe der Mieterin, beginnt grundsätzlich die Monatsfrist zur Ausübung des außerordentlichen Kündigungsrechts nach § 564 Satz 2 BGB,

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Bundesgerichtshof bestätigt die „betreuerfreundliche“ Rechtsprechung des Landgerichts Berlin

BGH - XII ZB 534/19 - Beschluss vom 06. Mai 2020

Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 06. Mai 2020 die bis dahin eher vereinzelt vertretene Auffassung des Landgerichts Berlin (vgl. BtDIREKT - ...

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Ein ausnahmsloses Betretungs- und Besuchsverbot nach dem Infektionsschutzgesetz ist offensichtlich rechtswidrig, wenn ...

... einem rechtlichen Betreuer hierdurch der persönliche Kontakt zu der von ihm betreuten Person unmöglich gemacht wird und er folglich die ihm gerichtlich übertragenen Aufgaben nicht wahrnehmen kann

Beschluss

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SOZIALRECHTSPRAXIS

Delegation von Aufgaben an Dritte - Teilerfolg für Medirenta

Urteil des Amtsgerichts Schöneberg vom 06.05.2021 – Az 106 C 292/20

 Das Amtsgericht Schöneberg hat einen Schadensersatzanspruch gegen eine Betreuerin mit dem Aufgabenkreis Vermögenssorge verneint, die einige Monate

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Anmeldefrist nochmals verlängert bis 30.06.2021

Seit dem 1. Januar 2017 gibt es die Stiftung Anerkennung und Hilfe. Sie unterstützt Menschen, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland bzw. von 1949 bis 1990 in der DDR in stationären

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ALG II: Corona-Beihilfen bleiben 2020 anrechnungsfrei

Der Gesetzgeber hat der Anrechnung von Covid-19-Prämien einen Riegel vorgeschoben und die Prämien rückwirkend zum 1. März 2020 bis zu einer Höhe von 1.500,00 € anrechnungsfrei gestellt.

Nachzulesen in der Verordnung zur Berechnung von

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Erhöhung des Wohngelds

Mit 01.01.2020 tritt die Wohngeldreform in Kraft. Bei laufendem Wohngeld braucht kein Änderungsantrag gestellt werden, das wird von Amts wegen nach § 42 b Wohngeldgesetz automatisiert umgesetzt. Betreuer sollten das aber

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Rechtliche Betreuer sind keine Postboten

Zur Abgrenzung der Eingliederungshilfeleistungen von rechtlicher Betreuung und von pflegerischen Maßnahmen

Urteil des Sozialgerichts Freiburg vom 25.10.2019 (S 9 SO 4039/19)

Mit einem Antrag im Eilverfahren auf

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Neue Stiftung hilft Opfern psychiatrischer Einrichtungen in BRD und DDR

Berufsbetreuer sind aufgerufen zu klären, ob für Betreute eventuell Anspruch auf Entschädigungsleistungen besteht.

Am 1. Januar 2017 ist die Stiftung Anerkennung und Hilfe von Bund, Ländern und Kirchen gegründet worden. Die

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Abgrenzung rechtliche und sozialer Betreuung: Sozialgericht schafft neuen Leistungsanspruch

Wohnungssuche aus Behindertenwohneinrichtung nicht Aufgabe des rechtlichen Betreuers

Die übereinstimmende Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes und des Bundesozialgerichts zum Nachrang der Weiterlesen ...

Nichtmitwirkung an der Passbeschaffung für Asylbewerber - Haftungsrisiko für Berufsbetreuer

Bundessozialgericht: Leistungskürzungen bei Verstoß gegen ausländerrechtliche Pflichten zulässig

Berufsbetreuer von betreuungsbedürftigen Asylbewerbern sind verpflichtet, bei Vorliegen des entsprechenden Aufgabenkreises (Vertretung

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Keine Pflicht zur vorsorglichen Pflegestufenbeantragung zum 31.12.2016

Inkrafttreten der Pflegestärkungsgesetze II und III schaffen keine neuen Pflichten für Berufsbetreuer

Berufsbetreuer sind nicht verpflichtet, bis zum 31.12.2016 vorsorglich Pflegestufenanträge bei den Pflegekassen zu stellen. Nur wenn

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Keine Vorfinanzierung von Sachleistungen für betreute Menschen durch Leistungserbringer

Betreuer können mit Trägern keine Darlehensverträge über sozialhilfefinanzierte Leistungen schließen

Es sieht wie ein pragmatischer Ausweg aus, wenn mit Sozialleistungsträgern gestritten wird über Sachleistungen, die über einen

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UNTERNEHMEN BETREUUNG

Die 3. Impfung gegen Covid 19 steht an

Die 3. Impfung gegen Covid 19 steht an und wird in den Heimeinrichtungen bereits schrittweise umgesetzt. Es taucht erneut das Problem der Einwilligung auf.
Das RKI hat auf unsere Intervention hin die Formulare zur Einwilligung in die

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Sonderzahlung Corona im SGB II und SGB XII

Nach § 70 SGB II und § 144 SGB XII stehen Betreuten, die im Mai leistungsberechtigt sind und kein Kindergeld beziehen, 150,00 € als Einmalzahlung zu. Ein Antrag zu diesen Zahlungen ist nicht notwendig. Dies gilt auch für

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Keine Pflicht zur End-to-End-Verschlüsselung von E-Mails

Datenschutzrechtlich ist seit Längerem die Frage umstritten, ob der E-Mail-Verkehr rechtlicher Betreuer grundsätzlich im Wege einer End-to-End-Verschlüsselung erfolgen muss. Der BVfB sieht sich in seiner Rechtsauffassung durch ein Urteil des

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Rechtliche Betreuung im Spannungsbogen von Unterstützung und Bevormundung

Immer wieder tauchen in der Praxisberatung, die der BVfB seinen Mitgliedern zur Verfügung stellt, Fragen auf, die erahnen lassen, dass da nicht nur bei den Betreuten und deren Angehörigen ein an den Möglichkeiten und Aufgaben der rechtlichen

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Impfcodes für Kontaktpersonen

Das Bundesministerium für Gesundheit hat in der Impfverordnung vom 08. Februar 2021 festgelegt, dass nach §§ 3 und 4 Abs. 3 von den betroffenen Personen zwei enge Kontaktpersonen zur Impfung bestimmt werden können.

Die Umsetzung der

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"Die in Nordrhein-Westfalen festgelegte Impf-Reihenfolge halten wir für verantwortungslos und nicht mehr vermittelbar"

Offener Brief an den Bundesgesundheitsminister, Herrn Jens Spahn:

Berlin, 23.02.2021

Sehr geehrter Herr Minister,

der Bundesverband freier Berufsbetreuer (BVfB) vertritt die Interessen selbständig tätiger

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Reaktion des BVfB auf die Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen vom 19.02.2021: Weitere Personen erhalten Impfangebot

Offener Brief an den Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Herrn Karl-Josef Laumann

Berlin, 23.02.2021

Sehr geehrter Herr Minister,

der

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Handlungsempfehlungen des BVfB in Zeiten des Coronavirus

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland und die daraufhin eingeleiteten Maßnahmen haben Auswirkungen auf die Alltagsgestaltung und das Berufsleben. Soweit sich die Maßnahmen auf die Berufsausübung rechtlicher Betreuer

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Antrag gilt als genehmigt

Wenn eine gesetzliche Krankenkasse nicht innerhalb der rechtlich festgelegten Fristen über den Antrag eines Versicherten entscheidet, dann gilt die geforderte Leistung als genehmigt. Diese Entscheidung kann auch nicht rückgängig gemacht werden.

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HAFTUNGSFÄLLE

Keine Zahlungsansprüche gegen den Betreuten bei bestehendem Einwilligungsvorbehalt

Keine Zahlungsansprüche gegen den Betreuten bei bestehendem Einwilligungsvorbehalt und Verweigerung der Genehmigung durch den Betreuer

- Urteil des Landgerichts Bonn vom 09. August 2019 - 1 O 20/19

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Zur Kostenersatzpflicht von rechtlichen Betreuern gegenüber dem Träger der Sozialhilfe

Haftung nach § 103 SGB XII

Urteil des Landgerichts Darmstadt vom 13.03.2019 (L 4 SO 193/17)

Ein Berufsbetreuer hatte übersehen, dass auf Grund ausbleibender Pachtzinszahlungen die Einnahmen der Betreuten nicht mehr ausreichten,

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Berufsbetreuer kann für pflichtwidrige Kündigung einer privaten Kranken- und Pflegeversicherung haften

Fehlen einem betreuten finanzielle Mittel, um seine private Kranken- und Pflegezusatzversicherung fortzuführen, ist dies allein noch kein Grund für die Kündigung des Vertrages durch den Betreuer.
Dieser haftet auf Schadensersatz, wenn

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Zur Haftung von Berufsbetreuern

Die sozialrechtliche Beratungspflicht der Sozialhilfeträger schließt die Haftung der Berufsbetreuer nicht von vornherein aus

Urteil des Bundesgerichtshofes vom 02.August 2018 (III ZR 466/16)

Der dritte Senat in Zivilsachen

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Oberlandesgericht Koblenz bejaht hinreichende Erfolgsaussichten

einer Schadensersatzklage gegen Betreuer aufgrund Kündigung privater Versicherungsverträge (OLG Koblenz, Beschluss vom 28.02.2018 – 4 W 79/18)

Die Kündigung einer bestehenden zusätzlichen privaten Kranken- und Pflegeversicherung kann

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... wenn die Wohnung unter Wasser steht!

Die meisten von uns dürften sich noch an den Starkregen im Frühsommer 2017 erinnern. Dass danach Keller unter Wasser standen, wunderte Niemanden. Es kann aber auch Wohnungseigentümer im dritten OG erwischen, wenn nämlich eine Silvesterrakete den

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Altersvorsorgevermögen aus Riester - Renten unpfändbar

Haftungsrisiko für Berufsbetreuer - Bundesgerichtshofentscheidung vom 16.11.2017 - IX ZR 21/17

Der Bundesgerichtshof hat am 16. November 2017 entschieden, dass Altersvorsorgevermögen aus Riester-Renten unpfändbar sind, soweit die vom

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KOLUMNE

Video killed the radio star!

Ja, ja die guten alten Achtziger: Sänger mit unglaublich peinlichen Frisuren, Glitzerkostümen und viel zu großen Brillen flimmerten über MTV. Die ZDF-Hitparade war endlich besiegt, Formel 1 und der Synthesizer eroberten die deutschen Hobbykeller und eine von den Bands, die schon fast wieder verschwunden war, bevor man sie wahrgenommen hatte, landete mit Video killed the radio star! einen Riesenhit, darin die Zeile: „We can`t rewind we`ve gone too far"! Wenn die gewusst hätten, was noch alles kommt …! Nix da Video, MP3-Player, Internet, Smartphone, Podcast, Streamen und VPN-Verschlüsselung, da guckste, wa!

Für den Normalbürger alles noch irgendwie zu verkraften, aber was macht das mit einem armen, kleinen Betreuerlein!

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Herr Ähm ... Der Suppenkasper

Früher, als ich klein war, gab es ein Buch. Das Buch hieß: „Der Struwwelpeter“. Natürlich gibt es das Buch immer noch. Es gilt aber als pädagogisch äußerst fragwürdig und wird Kindern eher selten vorgelesen; kein Wunder, werden darin doch dem armen Konrad die Daumen mit der Schere abgeschnitten, weil er andauernd an ihnen lutscht und Paulinchen verbrennt zu einem Häufchen Asche, weil es unerlaubterweise mit den Zündhölzern gespielt hat. Harter Tobac, aber das Buch stammt auch aus dem Jahr 1844; also aus einer Zeit zu der man noch Neger sagen durfte. Geht heute ja auch nicht mehr.

Seit ich Betreuer bin, kommt mir das Buch immer wieder in den Sinn; vor allem der Suppenkasper hat es mir angetan.

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Herr Ähm ... wird Berufsbetreuer!

Herr Ähm... wird Berufsbetreuer!

„Also eigentlich ist das alles ganz einfach“, sagte mir eine Freundin: „Man schreibt eine Bewerbung an die Betreuungsbehörde, wird zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen und nach einer Prüfung schlägt die Behörde einen als Betreuer vor; und - wenn es gut läuft - wird man vom Gericht nach ein paar ehrenamtlich geführten Betreuungen zum Berufsbetreuer bestellt“. Klingt machbar, denke ich.

Ich greife also zum Telefonhörer und rufe bei den Betreuungsbehörden in meinem Bezirk und in der Umgebung an. „Guten Tag Herr Ähm., Berufsbetreuer? (Untertext: Sind Sie des Wahnsinns) - nein kein Bedarf (Untertext: Stören Sie nicht, wir haben Wichtigeres zu tun), melden Sie sich doch in ein paar Monaten noch einmal (Untertext: Vielleicht kann man den später noch gebrauchen)“. Nächster Versuch: „Ja, dann schicken Sie doch mal ein paar Unterlagen, Bewerbungsschreiben, Führungszeugnis und so weiter…!“ Motiviert durch den Strohhalm, den man mir reicht, stelle ich eine Bewerbungsmappe zusammen, lasse schicke Bewerbungsfotos machen und suche Zeugnisse über meine Qualifikationen und Berufserfahrung zusammen; die ich an den Behördenmenschen schicke. Der Ladendiebstahl, den ich mit 16 nicht gerade nüchtern begangen habe, steht zum Glück in keinem Register und das Praktikum als Gabelstapelfahrer soll ich besser weglassen, meint meine Freundin. Das interessiere die Behörde nicht und manchmal würden sich da etwas komische Leute als Berufsbetreuer bewerben. Komisch, denke ich, komisch bin ich doch auch, aber das sollen die besser nicht wissen.

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Frau Eff… und die Heimverträge

FrauEffFrau Eff, Berufsbetreuerin… und die Heimverträge

Immer mal wieder gibt es Schwierigkeiten, wenn stationäre Heimeinrichtungen nicht das bieten, was man als Kunde erwartet. Zu klären, ob diese Erwartungen berechtigt sind oder zu viel verlangt, kostet Zeit und Nerven. Im Eifer des Gefechtes verliert man als rechtliche Betreuerin auch schnell mal aus den Augen, dass es bei der strittigen Sache nicht um eine Frage des Anstands oder der Menschenliebe geht, sondern um ein Geschäft zwischen einem Unternehmen und jemandem, der für eine Leistung bezahlt. Mein aktuelles Beispiel:

Mein Betreuter Herr. G. ist 66 Jahre alt, nach einem Unfall querschnittgelähmt und lebt in einem Heim für Rollstuhlfahrer. Wegen zahlreicher Zusatzerkrankungen muss er häufig ins Krankenhaus. Dann wird er liegend, mit dem Rettungswagen in die Klinik gebracht. So auch vor einigen Wochen. Er wurde operiert und musste wegen einer aufwändigen Antibiotikatherapie im Krankenhaus bleiben. Da er nicht bettlägerig war, musste er aus medizinischer Sicht auch nicht im Bett liegen. Es blieb ihm aber nichts anderes übrig, da sein speziell für ihn angefertigter Rollstuhl im Heim verblieben war. Außerdem hatte er keine Bekleidung, nur die hinten offenen Krankenhaushemden. Auch auf Bitten und Betteln von mir sah sich das Heim nicht in der Lage, den Rollstuhl des Betreuten und frische Wäsche ins wenige Kilometer entfernte Krankenhaus zu bringen. Mein Hinweis, dass das Heim einen eigenen Fahrdienst mit fünf Spezialfahrzeugen vorhält, brachte keine Lösung. Es war der Einrichtung egal, dass ihr Bewohner über vier Wochen ohne private Kleidung im Krankenhausbett bleiben musste. Mein Klient, Herr. G., ist zudem starker Raucher. Weil ihm das Rauchen im Bett verboten wurde, hat er sich lautstark der Behandlung widersetzt und die halbe Station zusammengebrüllt. Daraufhin hat auch das Krankenhaus bei der Heimeinrichtung nachgefragt, ob man mit dem Rollstuhl und der Bekleidung nicht mal eine Ausnahme machen könne. Nein, konnte man nicht. Das hat den Chefarzt so wütend gemacht, dass er auf Kosten der Klinik einen Krankentransport ins Heim geschickt hat, um den Rollstuhl, ein paar Hemden und Hosen zu holen.

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Frau Eff… und die Flüchtlinge

FrauEffFrau Eff, Berufsbetreuerin... und die Flüchtlinge

Ich möchte in Zukunft keine weiteren rechtlichen Betreuungen für Asylbewerber oder an Leib und Seele verletzte Menschen aus anderen Ländern übernehmen. Ich bin mit dieser Arbeit persönlich überfordert, zeitmäßig und emotional. Wenn das nächste Mal das Telefon klingelt und die Betreuungsstelle händeringend jemanden sucht, der oder die Englisch spricht, werde ich ablehne. Nicht aus Fremdenfeindlichkeit, sondern aus Selbstschutz.

Schon als 15-jährige habe ich mich bei Amnesty International engagiert, habe am Bahnhof gestrandete Flüchtlinge entgegen genommen und ihnen den Weg gewiesen, habe mit Tamilen und Kongolesen gefeiert und ihr Unverständnis angesichts des Kölner Karnevals geteilt. Eine solche enge Bindung an meine Klienten ist mir im Rahmen der rechtlichen Betreuung nicht möglich.

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Frau Eff… und die Arbeitswelten

Bild Frau EffFrau Eff, Berufsbetreuerin… und die Arbeitswelten

Beginnen wir heute mal mit einer Suchmeldung: Kennen Sie einen Arzt, Fachrichtung Psychiatrie, der eine Stelle sucht? Wenn er in der Klinik in meiner Nachbarstadt einen Arbeitsvertrag unterschreibt, bekomme ich eine Kopfprämie von 2.000 Euro, die ich mit Ihnen teilen würde (20 % - 80 % für mich). Der Arzt bekommt für die Anfangszeit eine Unterkunft gestellt, er wird mit offenen Armen empfangen und muss auch nur rudimentär Deutsch sprechen (kostenfreier Sprachkurs ist Teil des Deals). Nach Feierabend kann er sich dann mit seinen Kollegen aus dem französischsprachigen Afrika, aus Georgien und aus Belgien darüber austauschen, wie schlecht die Ausstattung der Klinik ist (EKG kaputt, kein Labor am Wochenende) und wie sinnlos alle diese Entlassungsberichte sind, die aber zum Glück nicht von ihnen, sondern von den deutschkundigen alten Arzt-Hasen geschrieben werden müssen.

Ähnlich muss die Situation in Altenpflegeheimen sein. Dort höre ich bei den Besuchen meiner Klienten, dass die Umgangssprache auf einigen Stationen Russisch, Polnisch oder Rumänisch ist. Das sagt natürlich nichts über die Qualität der Pflege aus, aber über den Zustand von Arbeitswelten. Auch Pflegedienste und Anbieter von ambulant betreutem Wohnen suchen bei uns fast jedes Wochenende mit Anzeigen in der Zeitung neue Mitarbeiter. Nicht zuletzt führt dies

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Frau Eff… schreibt an ein Kind

FrauEffFrau Eff, Berufsbetreuerin… schreibt an ein Kind

Lieber Justin,
ich bin jemand, der mit kleinen Kindern nicht viel anfangen kann. Mit Säuglingen schon gar nicht. Und doch reißt es mir am Herzen, wenn ich Dich so da liegen sehe. 840 Gramm, kaum schwerer als acht Tafeln Schokolade, überall Schläuche und Pflaster und Kabel zu großen Maschinen. Ich wusste auch gar nicht, dass es so kleine Windeln gibt. Vor fünf Tagen bist Du auf die Welt gekommen, ziemlich plötzlich. Der Chefarzt der Kinderklinik sagt, Du hast eine Chance zu überleben. In welchem Zustand, mit welchen Behinderungen und Einschränkungen, ist derzeit noch nicht absehbar.

Ich bin die Betreuerin Deiner Mutter. Sie steht mit verzweifeltem Gesichtsausdruck vor dem Kasten, in dem Du liegst. Anfassen will sie Dich nicht. Du bist nicht das, was sie sich so vorgestellt hatte. Sie wollte kein zerbrechliches Problem, sie wollte ein lachendes Kind. Jemand, der in die süßen Kindersachen passt, die sie gekauft hat. Deine Mutter wollte „ein gesunder, kräftiger Junge!“ sagen können, wenn sie jemand nach ihrem Sohn fragt. Im Moment erkennt sie keinen Sohn in Dir. Du bist ihr unheimlich. Sie hat Dir schon vor vielen Wochen einen Namen gegeben, „Dschasstin“ sagt sie, weil sie Justin Biber so toll findet. Aber sie kann den Namen nicht aussprechen, als sie ihn von der Geburtsurkunde ablesen will. „Der soll nicht so komisch geschrieben werden“ sagt sie. „Ja, wie denn?“ fragt die Standesbeamte sie.

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Frau Eff… und die große Enttäuschung

FrauEffFrau Eff, Berufsbetreuerin… und die große Enttäuschung

Die ganze Geschichte erzähle ich Ihnen gleich. Vorab ein kleines Bild, wie ich mich derzeit fühle. Kennen Sie den Film „The Hurt Locker“ von Kathryn Bigelow? Er handelt von einem Team US-Soldaten, die 2004 im Irak Bomben entschärfen. In einer Szene entdecken Soldaten ein Zündkabel, das in den staubigen Boden führt. Als sie vorsichtig daran ziehen, kommt eine dicke Bombe zum Vorschein. Routiniert macht sich einer der Fachmänner ans Werk und legt das gefährliche Teil frei. Um es entschärfen zu können, muss er es etwas anheben. Als er das tut, zeichnen sich unter dem Sand und Staub plötzlich ein Dutzend weiterer Zündschnüre ab, die sternförmig von der ersten Bombe aus zu weiteren Sprengkörpern führen. Genau so sieht meine Arbeit zurzeit auch aus. Und ich bin auch schon explodiert. Das kam so:

Der leicht geistig behinderte Herr P. musste wieder ins Gefängnis, weil er andauernd ohne Führerschein Motorroller gefahren ist, Metall geklaut und zahlreiche Ladendiebstähle begangen hat. Ein Gutachter hat seine Deliktfähigkeit geprüft und ihm bescheinigt, dass er für seine Straftaten verantwortlich gemacht werden kann. Die JVA war nicht glücklich über den schmächtigen, ziemlich wehrlosen Häftling mit dem Sprachfehler. Er war das perfekte Opfer und ist dementsprechend von den Mitgefangenen behandelt worden. Ich habe von außen getan, was ich konnte, um ihn zu schützen und den Kontakt zu halten.

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Frau Eff… und die Rückrufe

FrauEffFrau Eff… und die Rückrufe

Frau Eff ist ja nach wie vor der Ansicht, dass sie gut zu erreichen ist, auch wenn sie weder eine Servicekraft am Bürotelefon sitzen hat noch ein Mobiltelefon nutzt. Es hat sich auch noch niemand von den Klienten beschwert, außer denen, die regelmäßig die Zeit vergessen und um 23 Uhr auf meinen Anrufbeantworter sprechen, dass ihnen aufgefallen ist, dass die Waschmaschine so seltsame Klopfgeräusche macht.

In umgekehrter Richtung muss ich leider feststellen, dass es zunehmend Schwierigkeiten gibt, diejenigen zu erreichen, deren Aufgabe es ist, Kundenfreundlichkeit aktiv umzusetzen. Hier mal eine lockere Auflistung der fehlgeschlagenen Kontaktversuche der letzten Tage:

Für die von mir gewünschte Filiale der Sparkasse findet sich im Internet zwar eine Durchwahl, ich lande aber trotzdem im Callcenter der Bank in der Nachbarstadt. Dort muss ich umständlich mein Anliegen schildern, um dann zu erfahren, dass dies nur die kontoführende Filiale bearbeiten kann, in die man mich gerne verbinden wird. Grußlose Weiterschaltung und ohrenbetäubender Tote-Hosen-Lärm in der Warteschleife folgen, und nach gefühlten sieben Minuten die flötende Stimme der gleichen Mitarbeiterin wie vorher: „Die Kollegen in der Filiale sind alle im Gespräch. Darf ich mir Ihre Nummer notieren, wir rufen Sie dann zurück“.

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Frau Eff… übt Gelassenheit

FrauEffFrau Eff, Berufsbetreuerin… übt Gelassenheit

Es gibt Tage in meinem Büro, da könnte ich den Schreibtisch durch die geschlossene Fensterscheibe werfen, vor Wut. Zeitdruck, Dummheit, sinnlose Anfragen, noch sinnlosere Formulare, unverschämte Klienten und nicht funktionierende Computer sind meistens die Zutaten, die meine Nerven aufdrehen wie Geigensaiten. Kurz vor dem Überspannen und Reißen der Saiten habe ich mir letztens ein Buch gekauft, das Hilfe versprach: Katja Niedermeier: Gelassenheit im Job (H.C. Beck, 2012, 6,90 €).

Das Büchlein ist kleiner als die Briefumschläge, die das Jobcenter benutzt, die 125 locker in schwarz und blau bedruckten Seiten habe ich schnell durchgearbeitet – dachte ich.
Der erste Satz unter „Grundgedanken“ hat mir schon gut gefallen. Das Wort Gelassenheit beinhalte den Wortteil „lassen“, schreibt die Autorin. Das hatte ich schon geahnt, dass ich eine Menge Dinge werde „lassen“ müssen, um zur Ruhe zu kommen. Vielleicht die Sozialhilfebescheide nicht so genau prüfen, nicht wegen jeder Kleinigkeit Widerspruch einlegen, schwierige Klienten gehen lassen. Je mehr Seiten ich las, desto klarer wurde, dass das nicht die Richtung ist, in die der Hase der Frau Niedermeier läuft.

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WISSEN & WISSENSWERTES

Wichtige Änderungen im Beihilferecht

Medirenta informiert!

Die wesentlichen Auswirkungen der Neunten Verordnung zur Änderung der Bundesbeihilfeverordnung (BBhV)

Mit der

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Versteckte Beihilfeansprüche?

Worauf müssen Betreuer*innen achten?

Ein Beitrag von Monica Hohn, medirenta

Als Dienstherr verpflichten sich Bund, Länder und Gemeinden, für

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So schaffen Sie Sicherheit für Ihre Klienten.

Erwarten Sie immer wieder Überraschungen bei den Beihilfe- und Krankenkostenabrechnungen für Ihre Klienten?
Als Betreuerin und Betreuer sind Sie beinahe täglich mit einer ganzen Reihe von

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Klarheit für Betreuer

Wann darf für die Beihilfeabrechnung ein externer Dienstleister eingeschaltet werden?

Diese Frage wird seit Jahren in der Betreuerszene kontrovers diskutiert. Die Bandbreite der

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Mehrwert – Relevantes für Betreuer

Neu! Gerade erschienen!

Die unentbehrliche Übersicht hilfreicher Anbieter für den Bereich der rechtlichen Betreuung:
Mehrwert – Relevantes für

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Informationen Service Whistleblowing

Entlassmanagement der Kliniken contra rechtliche Betreuung

Seit September 2018 bietet der Bundesverband freier Berufsbetreuer den Service „...

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Pauschale Beihilfe – aktuell in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Thüringen

In einigen Bundesländern wird inzwischen eine sogenannte pauschale Beihilfe als Alternative zur individuellen Beihilfe für Beamte angeboten. Anstelle einer prozentualen Beteiligung des

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Betreuung von Menschen mit Migrationshintergrund

Der Anteil von Betreuten mit Migrationshintergrund steigt, gleichzeitig nimmt das familiäre Unterstützungspotenzial ab. Betreuer müssen sich diesen kulturellen, sprachlichen und rechtlichen

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Textausgabe zum Flüchtlingsrecht

Soeben ist in der Reihe "Textausgaben zum Sozialrecht" die Ausgabe zum Flüchtlingsrecht im Verlag des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

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Berufsbetreuer in Berlin

Bericht über die Arbeit der Berufsbetreuer

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